Siemens
Frühstücksset Premium Line
Mit der Frühstücksserie für Siemens übertrug Studio F. A. Porsche Prinzipien aus Architektur und Produkttechnik erstmals konsequent auf den Haushaltsbereich. Statt dekorativer Gestaltung oder wohnlicher Anmutung setzte die Serie auf industrielle Präzision, konstruktive Klarheit und eine radikale Reduktion auf Material und Funktion. Die Geräte entstanden aus der Überzeugung, dass selbst alltägliche Objekte technische Konsequenz und gestalterische Integrität besitzen sollten.



Als wir die Entwürfe zur neuen Frühstückserie bei Siemens präsentierten, wurde schnell klar, dass dieser Schritt zu einem Paradigmenwechsel in der Produktkategorie führen würde. Der Verkaufspreis alleine war ungefähr vier mal so hoch wie der eines herkömmlichen Wasserkochers, aber die Verwendung von solidem Aluminium war eben mit entsprechenden Kosten verbunden. Auf dieser Basis schätzten die Marketingspezialisten von Siemens 100.000 Stück über die gesamte Laufzeit.

Die Entwicklung der Serie stieß zunächst auf erheblichen Widerstand. Marktforschungen prognostizierten geringe Erfolgschancen, und auch die aufwendige Fertigung galt als wirtschaftliches Risiko. Dennoch ging die Serie in Produktion – und veränderte den Markt nachhaltig. Besonders der Wasserkocher übertraf sämtliche Erwartungen und entwickelte sich mit mehr als einer Million verkaufter Exemplare zu einem internationalen Erfolg. Die Frühstücksserie bewies, dass radikal reduzierte Gestaltung und industrielle Präzision nicht nur gestalterisch relevant, sondern auch kommerziell erfolgreich sein können.

Bereits wenige Jahre später wurde das Konzept mit der Premium Line 2 konsequent weiterentwickelt und um zusätzliche Produkte erweitert. Die zweite Generation übernahm die klare Material- und Formensprache der ursprünglichen Serie und führte die Idee einer konsistenten Premium-Produktwelt im Küchenbereich weiter fort.


