Sany
Krankabine UltraCab 2
Arbeitsplatz für einen Giganten
Das Design einer Kabine für einen 350-Tonnen-Raupenkran ist zunächst vor allem eine anspruchsvolle ergonomische Entwicklungsaufgabe. Aspekte wie ein sicherer und komfortabler Ein- und Ausstieg sowie die optimale Anordnung von Bedienelementen und Kontrollhebeln sind dabei von zentraler Bedeutung.


Am Anfang jedes Projekts steht jedoch die Definition eines klaren gestalterischen Leitgedankens. Nachdem dieses Designkonzept gemeinsam mit dem Kunden entwickelt und verabschiedet wurde, beginnt die Planung und der Bau eines Ergonomiemodells.
Dieses entsteht im Maßstab 1:1, denn nur so lassen sich Bedienbarkeit, Sichtverhältnisse und Bewegungsabläufe realitätsnah überprüfen. Gleichzeitig können Personen unterschiedlicher Körpergrößen und Staturen die Kabine unter praxisnahen Bedingungen testen.

Die aus den Tests gewonnenen Erkenntnisse flossen kontinuierlich in den Entwicklungsprozess ein. In einem iterativen Zusammenspiel aus Design, Konstruktion und Ergonomie wurde das Konzept Schritt für Schritt weiterentwickelt, bis schließlich ein digitales Endmodell entstand, das die Grundlage für eine Kabine mit hoher Funktionalität, optimalem Komfort und einer markanten Formensprache bildet.



Die eigentliche Herausforderung war allerdings der Zeitplan. Sany wollte die Kabine als Prototyp auf einem Kran montiert im November in Shanghai präsentieren. Projektstart war April desselben Jahres. Wie im Nachhinein zu erfahren war, gab es außer dem Porsche Design Studio kein Büro, das bereit war, sich zur Einhaltung dieses Zeitplans zu verpflichten.
Die Kabine stand pünktlich auf der Bauma in Shanghai und wurde mit dem Innovationspreis der Ausstellung ausgezeichnet.
